Kleinbahn Osterburg - Pretzier
Verkehrsleistungen
Stark schwankende Beförderungsleistungen sowie die Auswirkungen des ersten Weltkrieges ließen eine gesicherte Rentabilität der Bahn nicht zu, und die nach 1918 kontingentierte Zuckerherstellung bewirkte einen enormen Rückgang des Rübenanbaus in diesem Gebiet. So stand die Gesellschaft lange Zeit auf tönernen Füßen, war doch ein Standbein dieser Bahn erheblich angeschlagen. An den ursprünglich geplanten Ausbau der Strecke, nunmehr mit Abzweig von Klein Garz nach Kricheldorf Salzwedel, war nicht mehr zu denken.
Infolge der Kreuzung mit der Arendseer Strecke der Stendaler Kleinbahn-AG in Klein Rossau war sowohl nach Arendsee als auch nach Stendal ein Umsteigen der Reisenden sowie ein entsprechender Güterverkehr möglich. Dieser Umstand trug wesentlich zur relativen Stabilisierung des Beförderungsaufkommens zu Beginn der dreißiger Jahre bei, zumal nach Fertigstellung der Strecke (Stendal ) Peulingen Bismark Anschluss (1921) nun auch ein kurzer Verbindungsweg zum Netz der Altmärkischen Kleinbahn-AG geschaffen worden war.

Ein gemischter Zug verlässt Klein Rossau in Richtung Pretzier.
(Slg. W. List/1939)
Die Bedeutung der Kleinbahn Osterburg-Deutsch Pretzier erschöpfte sich im wesentlichen in der Abfuhr landwirtschaftlicher Produkte (Kartoffeln, Zuckerüben) und dem Transport von Bau- und Brennstoffen sowie Düngemitteln für die ländlichen Verbraucher. In dem von der Kleinbahn durchquerten Gebiet gab es keine nennenswerte Industrie.

Bahnsteigszene in Vissum.
(Slg. W. List/1939)
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Lokschuppen Osterburg. Hier wurden auch Wagen instandgehalten.
(Slg. W. List/1939)

Triebwagen 1 der Kleinbahn-AG Osterburg-Deutsch Pretzier in Osterburg.
(Slg. W. List/1939)

Haltestelle Gladigau mit Triebwagen.
(Slg. W.List/um 1935)

Biesebrücke bei Gladigau mit Zug in Richtung Pretzier.
(Slg. W. List/1939)

Lokschuppen in Pretzier.
(Slg. W. List/1939)
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