Kleinbahn Osterburg - Pretzier
Entwicklung nach 1945
Nach dem zweiten Weltkrieg ist diese provinzialsächsische Kleinbahn 1946 ebenfalls enteignet und wie alle anderen gleichartigen ehemaligen Privatbahnen seit 1949 der Deutschen Reichsbahn zugeordnet worden. Der Aufbau des VEB Betonwerke Altmark in Kleinau sorgte seit den fünfziger Jahren für einen regen Güterverkehr von und nach Osterburg. Das Teilstück Kleinau West (früher Dessau) Pretzier ist jedoch, nachdem die bis dahin schlechten Straßen ausgebaut worden waren, sehr schnell unrentabel geworden. Auf diesem Zweig wurde der Personenverkehr am 29. August 1968 eingestellt und bald darauf auch der Güterverkehr. Bis 1970 sind die Gleisanlagen auf dem Kleinbahnhof Pretzier abgebaut worden. Das Gelände diente zur Erweiterung eines Schrottsammelplatzes.
Etwa gleichzeitig wurde auch der Kleinbahnhof in Osterburg stillgelegt und die Nebenstrecke direkt in die Gleisanlagen der Hauptbahn eingebunden. Der Personenverkehr ging im Laufe der Jahre auch auf dem verbliebenen Reststück der Strecke ständig zurück, so dass am 1. Oktober 1974 der letzte Reisezug fuhr. Lediglich ein bescheidener Güterverkehr rollte noch kurze Zeit über die Strecke bis nach Kleinau. Seit Sommer 1976 ruht der Verkehr vollständig, und inzwischen sind fast alle Gleise abgebaut bis auf einen Streckenrest von Osterburg bis Schilddorf. Er ist noch heute zuerkennen und diente jahrelang als Anschlussgleis, so für die Molkerei und die Getreidewirtschaft (Raiffeisen).

Ein Zug aus Osterburg erreicht Klein Rossau.
(W. List/1971)

V 23.0 mit einer Garnitur aus VB/VS in Kleinau. Ziel des Zuges ist Kleinau West.
(W. List/1970)
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91 1684 in der Einsatzstelle Osterburg.
(Umlauft, Slg. W. List/ca. 1960)

91 6486 wartet vor dem Osterburger Lokschuppen auf neue Aufgaben.
(Slg. W. List/1965)

Eine Lok der BR 102.1 fährt mit ihrer Beiwagen-Garnitur aus Osterburg aus.
(Slg. W. List/um 1970)

Der Haltepunkt Osterburg Siedlung.
(W. List/1971)
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