Kleinbahn Osterburg - Pretzier
Bau und Betriebseröffnung
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in der Altmark die vier Landkreise Osterburg, Stendal, Salzwedel und Gardelegen. Im Landkreis Osterburg mit seinem fast ausschließlich landwirtschaftlich orientierten Gewerbe entstand nach der Jahrhundertwende wie allerorts das Bedürfnis nach einer verkehrsmäßigen Erschließung durch eine billige, aber dennoch rentable Eisenbahn.
Zu diesem Zwecke konstituierte sich am 25. Januar 1913 die „Kleinbahn-AG Osterburg-Deutsch Pretzier“ mit Sitz in Osterburg. Es war geplant, eine regelspurige Bahn quer durch den Landkreis bis nach Salzwedel zu bauen. Ursprünglich war eine Linienführung über Klein Rossau, Kleinau, Klein Garz und Kricheldorf mit Anschluss an die Salzwedeler Kleinbahn angedacht.
Zunächst wurde die Strecke von Osterburg über Klein Rossau bis Deutsch Pretzier (später Pretzier) geführt, wo sie Anschluss an die Staatsbahnstrecke Stendal Uelzen hatte. Die Bauleitung wurde Oberingenieur Heinrich Adrian übertragen. Die Bauausführung lag beim Landeshauptmann in Merseburg. Die Provinz Sachsen übernahm ein Drittel des Aktienkapitals, die anderen beiden Drittel der Staat Preußen, die Stadt Osterburg und die Landgemeinden. Bereits ein Jahr später, am 14. Juli 1914, eröffnete die 39 km lange und fast völlig eben verlaufende regelspurige Strecke den Verkehr.
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Der Eröffnungszug hat auf seiner Fahrt nach Osterburg Dessau (später Kleinau West) erreicht.
(Slg. W. List/14.07.1914)

Ein Zug nach Pretzier hält in Gladigau.
(Slg. W. List/1915)
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